Markterkundung

Markterkundung bereitet eine Beschaffung vor, indem sie Informationen über verfügbare Lösungen, Leistungsmodelle oder Marktbedingungen erschließt. Sie ist von einem bereits eröffneten Vergabeverfahren zu trennen. Die gewonnenen Informationen sollen einen sachgerechten, wettbewerblich zugänglichen Leistungszuschnitt unterstützen.
Worauf es bei der Arbeit ankommt
Formulieren Sie für eine neue Betriebssoftware vergleichbare Fragen an mehrere geeignete Marktteilnehmer. Trennen Sie belegbare Funktionen von anbieterspezifischen Versprechen und dokumentieren Sie offene Punkte. So entsteht eine brauchbare Entscheidungsgrundlage, ohne die spätere Leistungsbeschreibung vorschnell auf eine einzelne Produktdarstellung zu verengen.
Was bedeutet das für Ihre Ausschreibung?
Markterkundung sollte eine konkrete Wissenslücke für die Bedarfs- und Verfahrensvorbereitung schließen. Sie ist von einem bereits begonnenen Wettbewerb und von einer bloßen Sammlung bekannter Anbieternamen zu unterscheiden.
So setzen Sie den Gedanken um
Formulieren Sie Fragen zu Umsetzbarkeit, Marktstruktur und relevanten Kostenfaktoren. Halten Sie erhaltene Informationen mit Zeitpunkt und Kontext fest. Prüfen Sie, welche Erkenntnisse verallgemeinert werden können und welche von einer einzelnen Unternehmensperspektive geprägt bleiben. Informationsvorteile aus vorheriger Mitwirkung sind gesondert zu behandeln.
Drei konkrete Prüfpunkte
- Welche Entscheidung braucht die Erkenntnis?
- Wie vielfältig sind Perspektiven?
- Welche Aussagen bleiben unbestätigt?
Eine typische Verwechslung vermeiden
Ein einzelnes Herstellergespräch kann eine technische Möglichkeit erläutern, aber keinen umfassenden Wettbewerb oder marktüblichen Preis beweisen.
