Preisgleitklausel

Eine Preisgleitklausel beschreibt einen vertraglichen Mechanismus zur Anpassung bestimmter Preisbestandteile bei festgelegten Veränderungen. Auslöser, Berechnungsweg und zeitliche Anwendung müssen aus der Vereinbarung hervorgehen.
Worauf es bei der Arbeit ankommt
Identifizieren Sie den betroffenen Preisanteil und die verwendete Bezugsgröße. Rechnen Sie die Klausel mit einem Anstieg und einem Rückgang durch. Prüfen Sie Stichtage, Nachweise sowie mögliche Grenzen und lassen Sie die konkrete rechtliche Zulässigkeit fachlich beurteilen.
Was bedeutet das für Ihre Ausschreibung?
Sie kann bei langen Laufzeiten Kostenrisiken zwischen den Parteien verteilen. Ein allgemeiner Hinweis auf steigende Marktpreise schafft noch keinen vereinbarten Anspruch auf eine bestimmte spätere Preiserhöhung.
Drei konkrete Prüfpunkte
- Welche Kosten werden angepasst?
- Ab wann wirkt eine Veränderung?
- Gilt die Regel auch bei fallenden Werten?
Eine typische Verwechslung vermeiden
Die Veränderung eines Rohstoffpreises darf nicht ungeprüft auf den gesamten Angebotspreis übertragen werden.
