Sollkostenanalyse

Eine Sollkostenanalyse schätzt, welche Kosten für eine definierte Leistung unter nachvollziehbaren technischen und organisatorischen Annahmen entstehen sollten. Sie betrachtet Kostentreiber und ersetzt keine tatsächliche Lieferantenkalkulation.
Worauf es bei der Arbeit ankommt
Zerlegen Sie die Leistung in Material, Arbeit, Betriebsmittel und weitere relevante Bestandteile. Hinterlegen Sie begründete Mengen und Produktivitätswerte. Rechnen Sie Bandbreiten, um den Einfluss unsicherer Daten sichtbar zu machen, statt einen einzigen scheinbar exakten Zielpreis vorzugeben.
Was bedeutet das für Ihre Ausschreibung?
Im Einkauf unterstützt sie die Vorbereitung sachlicher Preisgespräche. Bei einer Ausschreibung müssen veröffentlichte Wertungs- und Prüfregeln weiter eingehalten werden; eine interne Schätzung ist kein automatischer Beweis für einen unangemessenen Angebotspreis.
Drei konkrete Prüfpunkte
- Welche Kostentreiber sind belegt?
- Welche Produktivität ist realistisch?
- Welche Risiken fehlen im Modell?
Eine typische Verwechslung vermeiden
Eine Rechnung mit idealisierten Auslastungen kann einen fachlich plausiblen Lieferantenpreis fälschlich als überhöht erscheinen lassen.
