Anbieterabhängigkeit (Vendor Lock-in)

Anbieterabhängigkeit liegt vor, wenn ein Wechsel zu einer Alternative durch technische, vertragliche oder organisatorische Hindernisse erheblich erschwert wird. Sie kann auch ohne eine ausdrücklich langfristige Vertragsbindung entstehen.
Worauf es bei der Arbeit ankommt
Prüfen Sie Datenformate, Schnittstellen, Fachwissen, Rechte und notwendige Spezialwerkzeuge. Schätzen Sie Aufwand und Betriebsunterbrechung eines Wechsels. Fragen Sie nach tatsächlich erprobten Exporten statt ausschließlich einer allgemeinen Zusage, dass ein Ausstieg möglich sei.
Was bedeutet das für Ihre Ausschreibung?
Bei einer Ausschreibung sollten Wechselhürden in die Lebenszyklus- und Risikobetrachtung eingehen. Eine proprietäre Lösung ist nicht allein deshalb ungeeignet; ihre Vorteile und späteren Abhängigkeiten müssen nachvollziehbar gegeneinander abgewogen werden.
Drei konkrete Prüfpunkte
- Welche Funktion ist proprietär gebunden?
- Welche Rechte fehlen beim Wechsel?
- Welche Alternativen sind praktisch erprobt?
Eine typische Verwechslung vermeiden
Ein günstiger Einstieg kann durch spätere Migrationskosten oder fehlende Zugriffsmöglichkeiten auf eigene Daten wirtschaftlich relativiert werden.
